Schließung der Boden- und Bauschuttdeponie abgeschlossen

Georgsmarienhütte GmbH beendet Arbeiten an der Kielmannsegge und dankt Anwohnern

Georgsmarienhütte, 22. November 2019. Die Maßnahmen zur Schließung der ehemaligen Boden- und Bauschuttdeponie „Kielmannsegge“ in Hasbergen-Ohrbeck sind abgeschlossen. Nach vier Jahren endet auf der rund 45.000 Quadratmeter großen Fläche eines der größten Bauprojekte in Hasbergen. Grund genug, um den Nachbarn des Geländes für ihre Geduld zu danken. Um diesen Dank persönlich zum Ausdruck zu bringen und um die Möglichkeit für eine abschließende Begehung des Geländes zu geben, hatte die Georgsmarienhütte GmbH zu einem Anwohnertreffen eingeladen.

„Wir wissen, dass die Stilllegung mit Unannehmlichkeiten und Einschränkungen verbunden war – insbesondere im direkten Umfeld der Abladestelle und des Transportweges“, betonte Dietmar Hemsath, Geschäftsführer Finanzen und Controlling der Georgsmarienhütte GmbH. „Daher danken wir Ihnen herzlich für Ihr Verständnis, Ihre Geduld und den konstruktiven Dialog, den wir mit Ihnen führen durften.“ Insgesamt habe man sich immer darum bemüht, im gegenseitigen Austausch zu sein und über die Maßnahmen kurzfristig zu informieren. „Ich hoffe, das ist uns auch gelungen“, so der Geschäftsführer. Vom Projektablauf her sei die Schließung problemlos und ohne größere Verzögerungen abgelaufen. Nun gelte es, in der Nachsorge für die sich entwickelnde Flora und Fauna zu sorgen.

„Wir haben einiges getan, damit die Natur das Gelände erobern kann“, berichtet Dr. Klaus Schulbert, Umweltbeauftragter der Georgsmarienhütte GmbH. So habe man im Rahmen der mit den Behörden abgestimmten Rekultivierungs- und Artenschutzmaßnahmen sechs Zauneidechsenbiotope inklusive Ästeauftrag zum Schutz vor Beutegreifern fertig gestellt, zehn Feldermauskästen und zehn Brutkästen für Höhlenbrüter aufgehängt sowie drei temporäre Wassermulden, eine Versickerungsmulde und eine Erdwallschüttung geschaffen. „Der aufgebrachte magere Boden und die ausgestreute naturnahe Gräser-Kräuter-Saatgutmischung sorgen für optimale Voraussetzung zur Entwicklung einer möglichst hohen Artenvielfalt an Pflanzen. Allerdings wurden zum Schutz der Kunststoffdichtungsbahnen – auch wenn sie in einem Meter Tiefe liegen –auf der Fläche keine wurzelnden Bäume angepflanzt“, so Schulbert. Dafür werden auf 2,4 Hektar Ersatzaufforstungen durchgeführt. Im Frühjahr wird es noch den Zuzug „alter“ Bewohner geben: „Auf der Kielmannsegge wurden bei 29 speziellen Begehungen bis Oktober 2016 insgesamt 102 geschützte Zauneidechsen aus dem Eingriffsraum abgesammelt und in ein spezialisiertes Freilandterrarium gebracht. Dort konnten sie sich prächtig entwickeln und haben nun einen Bestand von rund 170 Tieren. Diese werden Anfang kommenden Jahres wieder auf der Kielmannsegge ausgesetzt“, berichtete der Umweltbeauftragte.

Und noch eine positive Nachricht gibt es: Mit Ende der Baumaßnahmen ist auch der Gemeinde- bzw. werkseigene Betriebsweg zum Gelände der ehemaligen Deponie wieder zugänglich. Zum Schutz der sich entwickelnden Flora und Fauna wird das Gelände selbst allerdings weiterhin gesperrt sein.

Ansprechpartner

Marcus Wolf

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Georgsmarienhütte GmbH