Stilllegung in drei Phasen

Sanierungsablauf

Die Stilllegung der Boden- und Bauschuttdeponie „Kielmannsegge“ in Hasbergen-Ohrbeck wird in drei Phasen umgesetzt.

  1. In einem ersten Arbeitsschritt wurde die Deponieoberfläche, die kein definiertes Gefälle aufwies, profiliert, um das Oberflächenwasser gezielt zu der im Norden vorhandenen Vorflut zu leiten. Hierzu wurde das Gelände zunächst gerodet, die bestehende Eingrünung am Rande der Fläche allerdings beibehalten. Da das auf der Deponie vorhandene Material aufgrund seiner bodenmechanischen Eigenschaften nicht für die Profilierung verwendet werden konnte, mussten ca. 45.000 Kubikmeter Profilierungsmaterial antransportiert werden.

  2. In einem zweiten Schritt wurde auf der Deponie eine Oberflächenabdichtung aus Kunststoffdichtungsbahnen eingebaut, um den Zutritt von Oberflächenwasser und somit die Sickerwasserneubildung zu verhindern.

  3. Der dritte Schritt besteht aus der Rekultivierung der Deponieoberfläche. Hierzu mussten noch einmal ca. 45.000 Kubikmetern Rekultivierungsboden antransportiert werden. Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Fläche vollständig rekultiviert und begrünt sein. Allerdings werden zum Schutz der Kunststoffdichtungsbahnen – auch wenn sie dann in einem Meter Tiefe liegen – auf der Fläche keine wurzelnden Bäume angepflanzt. Für die Rekultivierung wird magerer Boden verwendet, um durch eine anschließende naturnahe Gräser-Kräuter-Saatgutmischung optimale Voraussetzung zur Entwicklung einer möglichst hohen Artenvielfalt an Pflanzen zu schaffen. Das grundsätzliche Zielbiotop ist ein mageres mesophiles Grünland, das beispielsweise durch Schafbeweidung gepflegt werden soll. Zum Schutz der sich entwickelnden Flora und Fauna wird die Fläche auch weiterhin gesperrt sein. Wanderwege führen wie bereits gegenwärtig um das Areal herum.