Suche

Präzisionsarbeit sorgt für leuchtende Augen

Azubis der Georgsmarienhütte GmbH fertigen Bauteile für Rennwagen des Hochschul-Teams

Georgsmarienhütte, 22. Mai 2017. Mit zwei besonderen Bauteilen haben Auszubildende der Georgsmarienhütte GmbH das Ignition Racing Team (IRT) der Hochschule Osnabrück unterstützt: Die Azubis Phuong Huy Ngo und Justin John Mack fertigten zwei von den Konstrukteuren des Studierenden-Teams entworfene Halterungen für den Motor des elektrisch angetriebenen Rennwagens. Teamleiter Hanno Beyer und technischer Leiter Timo Heidemann vom IRT nahmen nun die Sonderanfertigungen mit sichtlich glänzenden Augen entgegen.

„Die von den Azubis gefertigten Spannschieber halten im Motorbereich das sogenannte Abtriebsrad“, erklärt Heidemann die Funktion der beiden aus hochfestem Aluminium gefrästen Bauteile. Insbesondere in diesem Getriebebereich käme es auf Verlässlichkeit und Präzision an. Umso mehr freut es den Techniker, ein solches nach den Entwürfen des IRT angefertigtes Bauteil in den Händen zu halten. „Da wir im Rahmen der Formula Student nicht nur einen Rennwagen entwickeln und bauen, sondern auch einen kompletten Businessplan vorlegen müssen, freuen wir uns über jede Unterstützung“, so Heidemann. Und Teamleiter Beyer ergänzt: „Die Georgsmarienhütte GmbH ist schon lange als Partner an der Seite des IRT. Wenn es dann eine solche praktische Unterstützung inklusive Wissenstransfer gibt, haben doch alle Seiten etwas davon.“

Dem können Phuong Huy Ngo und Justin John Mack nur zustimmen: Zwei Wochen haben die beiden Auszubildenden an der Sonderanfertigung gearbeitet: „ Wir haben zunächst die Pläne in digitaler Form von den Konstrukteuren des IRT erhalten und mussten diese dann entsprechend einlesen und bearbeiten“, erklären die beiden Auszubildenden im dritten Lehrjahr. Anschließend sei Präzisionsarbeit an der CNC-Maschine gefordert gewesen. Nun ist auf beiden Seiten die Freude groß, dass die Bauteile so gut gelungen sind. Bei der Übergabe der Schieber ließen es sich die Auszubildenden nicht nehmen, auch mal in dem von den Hochschulstudenten selbst entwickelten und gebauten Rennboliden Platz zu nehmen – nur die Präsentationsfahrt musste dann doch der Pilot des IRT übernehmen. Schließlich kann das Fahrzeug in unter 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Die „Formula Student/SAE“ ist ein Konstruktionswettbewerb, bei dem Studenten einen Formelrennwagen bauen, um damit gegen Teams aus der ganzen Welt anzutreten. Es gewinnt dabei jedoch nicht einfach der schnellste Wagen, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion, Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Der Anspruch der „Formula Student“ ist die Ergänzung des Studiums um intensive Erfahrungen mit Konstruktion und Fertigung sowie den wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus. Seit 2006 nimmt das Ignition Racing Team der Hochschule Osnabrück teil – seit 2011 beteiligt sich das Team mit einem elektrisch angetriebenen Rennwagen.

Klicken um Bild zu vergrößern

Zeigen, wo die maßgefertigten Bauteile ihren Platz im Rennwagen finden: Hanno Beyer und Timo Heidemann vom Ignition Racing Team zusammen mit den Azubis Phuong Huy Ngo und Justin John Mack (v.l.).